Ein neuer PC, der den alten Computer ersetzt, soll in aller Regel mehr Leistung bringen. Mit einer individuellen Auswahl der Einzelkomponenten kann gezielt auf die späteren Verwendungszwecke hingearbeitet werden.

Komplettsysteme werden meist so konzipiert, dass sie nach dem Kauf sofort einsetzbar sind und verfügen oft über ein vorinstalliertes Betriebssystem. Außer dem Anschließen der Kabel für Energieversorgung und Peripheriegeräte ist keine weitere Arbeit nötig. Ein wesentlicher Faktor für die Wahl eines Fertig-PCs ist die Zeitersparnis, denn der Eigenbau kann sich sehr zeitaufwendig gestalten. Zudem sollte schon feststehen, für welche Aktivitäten der Computer Verwendung findet. Spiele, Bild-, Video- und Musikbearbeitung erfordern eine wesentlich höhere Leistung, als sie bei PCs für den Arbeitsplatz erforderlich wäre, wenn sie hauptsächlich zum Schreiben genutzt werden. Unter Umständen kann bei Fertig-PCs eine spätere Aufrüstung aber schwierig sein, wenn z.B. das Betriebssystem mit vorhandenen Einzelteilen fest verbunden ist, deren Austausch dann auch zum Softwarewechsel zwingt. Ebenso können die vorgefertigten Computersysteme nicht speziellen Vorlieben entsprechen.

Anders verhält es sich, wenn ein PC selbst oder in einem Fachgeschäft nach persönlichen Wünschen zusammengebaut wird. Einzelne Systemkomponenten und auch das Betriebssystem können frei gewählt werden, und ein nachträglicher Umbau zur Leistungssteigerung ist deutlich einfacher zu handhaben. Zuweilen kann es jedoch vorkommen, dass der Eigenbau höhere Kosten verursacht, als ein vergleichbarer Fertigcomputer. Ebenso ist jedoch auch das Gegenteil möglich, denn beim PC-Zusammenstellen besteht kein Zwang, bestimmte Produkte zu nehmen, wenn es etwa günstigere Alternativmöglichkeiten gibt. Für das äußere Erscheinungsbild sorgen Gehäuse, die in zahlreichen Farben und Designs verfügbar sind. Wichtig ist dabei, dass das so genannte Case genügend Platz im Innenraum bietet, um alle gewünschten Einzelteile unterbringen zu können. Zwar kann auch auf engstem Raum viel eingebaut werden, doch sollte die mehr oder minder starke Erhitzung mancher Komponenten während des Betriebs Beachtung finden, damit empfindliche Teile auf benachbarten Platinen nicht beschädigt werden. Gerade neuere Generationen von Grafikkarten sind relativ groß und brauchen zur ständigen Kühlung direkt darauf platzierte Kühlsysteme. Doch auch das Gehäuse selbst sollte so ausgestattet sein, dass eine Überhitzung vermieden wird. Neben Ventilatoren stehen auch andere Lösungen zur Wahl, wie beispielsweise ein Wasserkühlsystem.

Außer den Fachgeschäften bieten auch Unternehmen des Online-Versandhandels die Möglichkeit, den Computer nach persönlichen Vorstellungen anfertigen zu lassen. Der Eigenbau verlangt jedoch technisches Verständnis und gewisse Grundkenntnisse im PC-Bereich, da nicht alle Komponenten gleich gut miteinander harmonieren. Werden Einbauteile verbunden, die sich nicht unterstützen, kann es zu Leistungseinbußen oder schlimmstenfalls sogar dazu kommen, dass der Computer nicht funktionsfähig ist oder Einzelplatinen durch Überlastung in Mitleidenschaft gezogen werden. Nach dem Zusammenbau wird die Feinabstimmung vorgenommen, damit ein Höchstmaß an Leistung erzielt werden kann. Auch hierbei ist Fachwissen vorteilhaft und verhindert falsche Einstellungen, die den gesamten Betrieb des PCs negativ beeinflussen. Laien sollten sicherstellen, dass sie sich gut auf ihr Vorhaben vorbereiten. Spezielles Werkzeug und die Lektüre von Fachliteratur helfen dabei, den erhofften Erfolg auch erreichen zu können.